Pressemitteilung

ASPA: Aurubis führt effizientere Art des Recyclings ein   

Hamburg | Mittwoch, 28. Juli 2021

  • Weiterer Schritt auf dem Weg zum effizientesten und nachhaltigsten integrierten Hüttennetzwerk weltweit
  • 27-Millionen-Euro-Investition zur Aufbereitung von Anodenschlämmen am Standort Beerse in Belgien 
  • COO Heiko Arnold: "Schneller, effizienter und eine höhere Ausbeute von wertvollen Metallen“ 
  • ASPA (Advanced Sludge Processing by Aurubis): Innovatives Recycling von Metallen aus Reststoffen

Aurubis hat heute den Bau einer hochmodernen Recyclinganlage am Standort Beerse in Belgien bekannt gegeben. Mit der hydrometallurgischen Anlage stärkt das Unternehmen sein Kerngeschäft und geht den nächsten Schritt auf dem Weg zum effizientesten und nachhaltigsten integrierten Hüttennetzwerk weltweit. In der ASPA-Anlage werden zukünftig Anodenschlämme, ein wertvolles Zwischenprodukt der Kupferelektrolyse, aus den Recyclingstandorten in Beerse und Lünen (Deutschland) verarbeitet. Mit dem neuen Verfahren können so mehr Edelmetalle, wie Gold und Silber, aber auch Zinn in noch kürzerer Zeit aus dem Anodenschlamm ausgebracht werden. 

Als weiterer leistungsstarker Standort für Metallrecycling im Aurubis-Hüttennetzwerk verarbeitet das Werk in Beerse jährlich rund 250.000 Tonnen multimetallische Schrotte – von komplexesten Industriereststoffen bis hin zu höherwertigen Schrottsorten – und produziert daraus Metalle, Metallprodukte und Mineralstoffe. Seit der Übernahme der Metallo Group 2020 baut Aurubis seine Rolle als weltweit führender Kupferrecycler weiter aus und verarbeitet nun insgesamt im Unternehmen rund eine Million Tonnen Recyclingstoffe pro Jahr.

Synergien der Metallo-Akquisition genutzt

Metallrecycling ist für Aurubis ein Kerngeschäft. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Mit ASPA wird unsere Produktion in Beerse schneller, effizienter und am Ende gibt es eine noch höhere Ausbeute von wertvollen Metallen als heute schon,

sagte Dr. Heiko Arnold, COO der Aurubis AG.

Die neue Anlage ist auch ein Paradebeispiel für die Synergien, die durch die Übernahme von Metallo entstanden sind und dafür, wie das gesamte Unternehmen davon profitiert, gemeinsam zu neuen, innovativen Lösungen zu kommen. ASPA nutzt das interne Recycling-Know-how im Werk Beerse und bringt es in die Prozesse der anderen Aurubis-Werke ein.

Stärkung des Standorts Beerse

Mit dem Projekt investiert Aurubis 27 Millionen Euro in Beerse. "Mit ASPA stärken und sichern wir den Standort. Wir schaffen neue Arbeitsplätze und erhöhen die Bedeutung des Werks für den gesamten Konzern", erklärte Arnold. „Die zentrale geografische Lage zwischen den beteiligten Aurubis-Standorten ermöglicht es uns, die Transportwege der Zwischenprodukte kurz zu halten." 

Metallrecycling wird immer komplexer. Die Anzahl der Metalle – zum Beispiel in ausrangierten elektronischen Konsumgütern wie Smartphones oder Laptops – ist stark gestiegen, und auch das Produktdesign der Geräte wird immer vielschichtiger. Metalle aus dem End-of-Life-Pool auf nachhaltige Weise zu verwerten, erfordert deshalb besondere Recycling-Fähigkeiten und Investitionen in Forschung und Entwicklung. „ASPA hebt Metallrecycling auf das nächste Level. Wir kombinieren Effizienz und Geschwindigkeit, um noch mehr herauszuholen. Dahinter steht ein komplexer Prozess. Aber die Wiederaufbereitung möglichst vieler Komponenten und die Nutzung des Potentials von ‚Urban Mining‘– das heißt die Nutzung der Stadt als Rohstofflager – im Bereich Metallschrott ist entscheidend, um den Abfallkreislauf zu schließen und die erhöhte Nachfrage nach Metallen ressourcenschonend zu bedienen“, ergänzte Arnold.

Projekt ASPAKreislaufwirtschaft auf höchstem Niveau

Die Entwicklung dieser neuen hochmodernen Recyclinganlage beweist die Innovationskraft von Aurubis sowie das Streben nach einem unabhängigen Produktionskreislauf. „Wir haben mehr als drei Jahre lang an der Perfektionierung des ASPA-Prozesses gearbeitet", so Dirk Vandenberghe, Managing Director in Beerse. „Dies ist ein besonderes und sehr wichtiges Projekt für uns. Denn wir gewinnen damit mehr wertvolle Metalle aus dem gleichen Zwischenprodukt und das Ganze auch noch schneller als bisher." Der neu entwickelte hydrometallurgische Prozess erhöht die Verwertung von wertvollen Metallen wie Zinn und Edelmetallen deutlich. „Es gibt mehr Metalle, die wiederverwendet werden können. Das ist für uns Kreislaufwirtschaft auf höchstem Niveau", so Vandenberghe.

Die Detailplanung und die Genehmigungsverfahren für ASPA laufen derzeit. Der Baubeginn für die Anlage ist für das zweite Quartal 2022 und die Inbetriebnahme für Anfang 2024 geplant.

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Angela Seidler
Angela Seidler

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